Handy-Nutzer verschickten 41,5 Milliarden SMS

Bild Mann mit TelefonUmsatzerlöse und Beschäftigtenzahlen in der Telekommunikationsbranche sinken weiter. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesnetzagentur in ihrem Tätigkeitsbericht 2010/2011, der von der Bundesregierung jetzt als Unterrichtung vorgelegt wurde. Danach betrugen die Umsatzerlöse der Telekommunikationsunternehmen in Deutschland 2010 59,2 Milliarden Euro und damit etwas weniger als 2009 (60,4 Milliarden). Für das abgelaufene Jahr 2011 wird ein weiterer geringer Rückgang auf 58,5 Milliarden Euro erwartet. Der Anteil der Wettbewerber des früheren Monopolisten Deutsche Telekom an den Umsatzerlösen beträgt inzwischen 55 Prozent.

Auch die Zahl der Beschäftigten in der Telekommunikationsbranche ist weiter rückläufig. Wurden 2009 noch 184.200 Beschäftigte gezählt, so waren es Ende 2010 176.900. Die Zahl soll 2011 weiter gesunken sein – auf 175.200.

Die Zahl der Telefonanschlüsse dürfte Ende des letzten Jahres bei 38 Millionen gelegen haben. 26,7 Millionen Breitbandanschlüsse gab es Mitte 2011 und damit etwas mehr als 2010 (26,2) und 2009 (25 Millionen).

Immer häufiger wird von Mobilgeräten telefoniert. Auf 102,32 Milliarden Minuten summierte sich 2010 der aus Mobilfunknetzen abgehende Verkehr. 2009 waren es 93,61 und 2008 86,14 Milliarden Minuten. Abgehende Gespräche dauerten im Schnitt etwa zweieinhalb Minuten. Der in Mobilfunknetzen ankommende Verkehr erhöhte sich von 71,37 Milliarden Minuten (2008) über 76,23 Milliarden Minuten (2009) auf 82,07 Milliarden Minuten. Auch die Zahl der über den Kurznachrichtendienst SMS verschickten Mitteilungen steigt weiter drastisch an. 41,5 Milliarden SMS wurden 2010 verschickt. Im Jahr zuvor waren es 34,1 Milliarden gewesen.

Zu den Breitband-Internetanschlüssen stellt die Bundesnetzagentur fest, das Ziel der Breitbandstrategie der Bundesregierung, bis 2014 bereits 75 Prozent der Haushalte mit Anschlüssen von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zu versorgen, sei im Wettbewerb zu erreichen. Eine Aufnahme der Breitbandanschlüsse in den Universaldienst wird daher nicht empfohlen.


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Quelle: Bundestag

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